Autor: volker
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Rang: Reisender
Eingetragen am: 2010-08-16


Kein Reisebericht, Türkei


16.04.2010 – 03:00 Morgens, Hurra es geht endlich los. Ein Blick zu Hause im Videotext bestätigte uns, das unser Flug pünktlich 04:40 MEZ starten würde. Mit unserer Tennistruppe Ü 50 (aber alle noch knackig) würden wir in 2 Stunden zum x – ten male zu unserer geliebten Tennisanlage im “Club Ali Bey in Belek / Türkei” fliegen.

Wohlgelaunt trudelten 12 reifere Herren auf dem Flughafen Hannover ein, um eine Woche dem Lieblingssport zu frönen. Ein
Blick auf die Anzeigetafel erklärte uns, das unser Flug einer von Dreien am heutigen Tage sein würde, der Rest war bereits gecanncelt.

Kurz vorher hatte sich ein Vulkan auf Island (dessen Namen keiner ausprechen oder schreiben kann) entschlossen, seinen Schönheitsschlaf zu beenden und ein paar Wölkchen mit Russ Richtung Mitteleuropa zu senden. Hierdurch kam es bekanntlicher Weise doch zu einigem Durcheinander auf den Flughäfen. z.B. wurden Fluggäste für den Flug (Hannover – Mallorca) in einen Bus verfrachtet und nach Paderborn gefahren, das dort ihre Maschine in der Nacht gelandet war. Zu diesen armen geschundenen Wesen komme ich dann später noch einmal zurück.

- 3:30 Kofferaufgabe und gemeinsames Sammeln in der Cafeteria

- 4:40 kein Bording

- 5:00 Umstellung der Anzeige auf Abflug 7:40 Die alkoholfrei Zeit wurde hiermit offiziell beendet, da das für diesen Tag angesetzte Tennistraining nun kaum noch zu schaffen war

- 7:40 Umstellung der Anzeigetafel auf Abflug 12:20 Riesenfreude! So war doch zumindest noch gewährleistet, das wir zum Abendbrot kommen würden.

- 12:20 Umstellung der Anzeige auf Abflug 18.00, So stand dann unserer Flug als einziger noch nicht gecanncelt ganz alleine auf der großen Tafel.

Nun stellte es sich für uns als großen Vorteil heraus, das wir alle in unmittelbarer Nähe des Flughafens Hannover wohnen. Ein Teil der Truppe fuhr nach Hause um ein Mittagsschläfen zu machen, ich schaute noch einmal in meiner Firma vorbei. Wie gut, das wir nicht wie viele Andere hundert / hundertfüngzig Kilometer angereist sind.

- 17:00 Wiedervereinigung unserer Tennistruppe und Umschalten auf… 20:00 Die gute Laune erreichte nun ihren Höhepunkt. Freibierrunden wechselten sich mit der Welle ab (die aus den Fußballstadien) und steigerte sich dann ins Unermässliche, als kurz vor 20.00 unser Flug dann widererwartend doch aufgehoben wurde.

Das das Warten dem Einen oder Anderen doch aufs Hirn geschlagen war, kam nun doch zum Vorschein. Da wurde doch allen Ernstes in Erwägung gezogen, Taxen oder einen Kleinbus zu organisieren und die knapp 2.400 Km auf dem Landwege zurück zu legen. ein kurzes Nachrechnen ergab, das wird dann noch ca 2 oder 3 Tagen die kleinen gelben Bälle verhauen könnten. Also gingen wir zur Gepäckausgabe und freuten uns auf unsere Heimfahrt.

Das es uns nicht so richtig schlimm getroffen hatten, erfuhren wir dann am Gepäckband. Dort standen die armen Fluggäste, die man am Morgens nach Paderborn gekarrt hatte und warteten vergebens auf Ihre Koffern. Die waren offensichtlich in Paderborn vergessen worden. Die Rückreise von Fluggäste wurde übrigens in Eigenregie übernommen. Der Bus der Hinreise war zwischenzeitlich wieder verschwunden, so das man auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen musste.



Wir trinken nur an Tagen mit "G" und Mittwochs.




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