
Autor: Dagged
Dabei seit: 2010-08-30
Beiträge: 6
Rang: Weltenbummler
Eingetragen am: 2011-07-26
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USA Trip - Von Hollywood bis nach Philadelphia und New York
Ich (26 Jahre) und mein Mitbewohner (Amerikaner, 25 Jahre) haben beschlossen sein Heimatsland zu besuchen. Da er auch nicht jede Ecke der USA kennt wollten wir einen kleinen Trip von 3 Tagen nach LA zu machen, damit auch er was Neues zu Gesicht bekommt.
Gefolgen sind wir von Hannover nach Brüssel (ca. 1 Stunde) und dann von Brüssel nach Philadelphia (ca. 8 Stunden). Dort haben wir dann eine Nach in einem Hotel verbracht, das in der Nähe vom Flughafen war. Da man dort nichts machen konnte haben wir 2 Stunden im Whirlpool verbracht. Unsere erste Mahlzeit war natürlich ein Burger und Pommes im Wert von ca. 20 $ .... ein bisschen sehr teuer, aber es war schon das günstigste auf der Speisekarte.
Am nächsten Tag ging es dann um 5 Uhr morgens los mit einem Shuttlebus zum Flughafen. 5 Stunden Flug nach Los Angeles... Dort angekommen sind wir dann gleich mit einem kleinen Bus von Hertz (Unternehmen das Auto vermietet) zu deren Unternehmen. Eine gute 3/4 Stunde durften wir dort in der Schlange stehen bis wir dann schließlich unseren Mietwagen bekommen haben. Einen hübschen Chevy. :)
Als erstes brauchten wir ein nährreiches Frühstück (Burger King), danach ging unsere erste Fahrt nach Malibu. Is zwar eine hübsche Gegend, aber irgendwie hatten wir es uns besser vorgestellt. Nachdem wir den Tag dort am Strand verbracht haben fuhren wir zu unserem Hotel in Hollywood (Hollywood Heights). Es ist ein nettes Hotel mitten in Hollywood und gerade mal 10 min Fußmarsch von Hollywood Blvd entfernt. Ich würde aber niemanden raten auf deren Gelände zu parken, denn die Parkgebühren liegen bei 30$/Tag. Finde ich ziemlich viel, dafür dass wir Hotelgäste sind. Die nächsten Tage sind wir Seitenstraßen abgefahren und haben dort auf Parkplätze gehofft... mit Erfolg. ;)
Abends sind wir dann den Hollywood Blvd entlang gegangen. Dort sieht man sehr viele Touristen und Crazy People. Viele stehen vor dem Chinese Theater, der Platz wo die Hand- und Fußabdrücke der großen Star verewigt sind, verkleidet als irgendwelche Filmfiguren. Am besten fanden wir einen Schwarzen, der verkleidet war als Samuel L. Jackson in Pulp Fiction. Die Ähnlichkeit war großartig. Wir haben ihn nur mit großen Augen angeguckt und plötzlich kam von ihm ein verdammt cooles "What's up".
Am nächsten Tag haben wir dann die Hollywood Signs gesucht. Wir wussten zwar wo die Hügel sind, aber nicht wo die Schrift ist.^^ Sind dann ca. 45 min hin und her gefahren bis wir dann beschlossen haben ins Hotel zurück zu kehren um bei Google Maps zu gucken wo sie zu finden sind. Nach erfolgreichen googlen haben wir sie dann doch anschließend gefunden. Wir waren einfach auf der falschen Seite des Hügels.
Nun war es an der Zeit die schönen Seiten von Californien kennen zu lernen, also sind wir den Santa Monica Blvd Richtung Beverly Hills. Es ist eine wunderschöne Gegend, ein Ort wo man gerne Leben würde, aber dementsprechend teuer.
In Bel Air brauch man sich nicht unbedingt umgucken, da die Gebäude meist hinter großen Mauern verborgen sind. Schade eigentlich.
Anschließend ging es nach Venice Beach, eigentlich ein schönes Strand, aber auch wieder ein paar viele Obdachlose und komische Menschen. Einer lief durch die Gegend mit einem Pappschild in der Hand "Kick my Nuts for $".
Am letzten Tagbeschlossen wir einen Tripp nach San Diego zu machen. dort lebte eine alte Freundin von meinem Mitbewohner. Sie und ihr Lebensgefährte haben uns dann die Innenstadt von San Diego gezeigt. Es ist eine sehr saubere und wirklich schöne Stadt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich 2 Tage dort verbracht und nur ein Tagestripp nach Hollywood unternommen.
Mittags waren wir in einem Restaurant wo es die größte Auswahl an gezapften Bier gab in den ganzen USA.
Am späten Nachmittag sind wir dann zur Mission Beach. Auch ein sehr schöner Strand. Das Wasser war zwar sau kalt, aber auf den Wellen zu reiten war einfach nur Spaß pur.
Nach einem erfolgreichen Tag gingen wir wieder früh ins Bett, denn am nächsten Morgen sollte unser Flug zurück nach Philadelphia gehen.
Wieder in Philadelphia angekommen wurden wir von dem Onkel von meinem Freund abgeholt. Der hat uns dann zu unserer Unterkunft gefahren. Es war ein leeres Bürogebäude in Lansdale. Zwar kein Luxus, aber dafür auch keine Miete. Und da unsere Ansprüche eh nicht besonders hoch sind, die optimale Unterkunft, bis auf einige Ausnahmen. Es liefen ein paar Käfer rum, wir hatten keinen Spiegel und keine Dusche.
Aber selbst diese Probleme konnten wir lösen. Die Käfer haben wir gefangen und Frei gelassen, ein Mann brauch nicht unbedingt ein Spiegel, man(n) kann sich auch blind rasieren und geduscht haben wir meistens im Seniorenheim. Wir hatten einen kleinen Deal mit seinem Onkel geschlossen. Wir holen morgens seinen Opa aus dem Seniorenheim ab und bringen ihn ins Büro von seinem Onkel, dafür durften wir teilweise seinen Wagen verwenden und duschen.
Lansdale ist ein schöner Ort, wie man Ihn aus vielen Filmen kennt. Die Leute haben große Grundstücke und interessante Häuser. Es gibt viele Einkaufsläden und noch mehr Fast Food Lokalitäten.
Da es dort leider nicht ganz so viel zu sehen gibt sind wir einen Tagen in die Innenstadt von Philadelphia gefahren. Mit dem Zug bzw. Bahn hat es ca. 45 min gedauert.
Als wir angekommen sind, kamen uns gleich riesige Hochhäuser entgegen. Eine faszinierende Stadt mit vielen Fassetten . Unsere erste Station war das Museum of Art. Wir sind zwar nicht hinein gegangen, aber wir wollten gerne die Treppen besteigen wie Sylvester Stallone in dem Film „Rockie“. Oben angekommen sollte man sich auf jeden Fall ein paar Minuten Zeit nehmen um sich Philadelphia anzugucken, denn die Sicht von dort ist unbeschreiblich.
Unser nächstes Ziel war die Liberty Bell, die leider auf der anderen Seite von Philadelphia war. Also ging unserer Fußmarsch weiter. Er dauert zwar lange, aber so sieht man immerhin auch viele kleine Interessante Dinge. Um die Liberty Bell zu sehen mussten wir zum Glück keinen Eintritt bezahlen und in der Schlange standen wir auch nur ca. 5 min. Gleich gegenüber steht die Independence Hall, das Gebäude wo am 4. July 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde. Das mussten wir uns natürlich auch ansehen. Für Leute die sich für die Amerikanische Geschichte interessiert ist es einen Blick wert, für welche die es nicht sind, lasst es bleiben. Wir standen ca. 20 Minuten in der Warteschlange um 2 Räume zu sehen.
Am Samstag sind wir dann nach Ocean City gefahren in New Jersey. Das Wetter war bombastisch, da kann man sich ja vorstellen wie gut der Strand besucht war. ;) Die Strandpromenade war auch ziemlich beeindruckend. Es war ein langer breiter Holzweg mit vielen kleinen Ständen und Freizeitparks. Nur esst dort nur keine Spagetti Bolognese, bleibt bei dem amerikanischen Standard Essen, Burger und Hotdogs.
Das Wasser war sehr warm und leider hatten wir kein Glück mit den Wellen. Dafür aber jede Menge Quallen.
Unser letzter größerer Trip ging dann ein paar Tage später nach New York. Für ca. 42 Dollar für Hin- und Rückfahrt kann man nicht meckern. Wir sind mit einem Bus gefahren der sogar mit W-LAN ausgestattet war. Das war ziemlich praktisch, da die Fahrt ca. 2 Stunden gedauert hat und ich somit was zu tun hatte.
Dort angekommen fühlte man sich ziemlich klein, ein Wolkenkratzer nach dem anderen.
Los ging unsere Tour zum Time Square. Verstehe die Menschen nicht die davon so begeistert sind, für mich ist das eine überfüllte Straße mit Menschen, Autos und Reklame. Vielleicht sieht es da nachts schöner aus, wenn die Schilder alle leuchten.
Danach ging es Richtung Norden, in den Central Park. Wir sind zwar nicht komplett durchgegangen, aber die Ecke wo wir waren war echt schön. Sieht faszinierend aus, wenn man in einem Park steht und rund herum sieht man nur Hochhäuser.
Da wir nur einen Tag hatten und so viel wie möglich sehen wollten ging es dann auch schon schnell weiter. Nun ging es gerade runter Richtung Süden. Erster Stopp, das Rockefeller Center. Das Gebäude ist so hoch, das ich es nicht mit einem Foto komplett drauf bekommen habe.
Nächster Stopp, Empire State Building. Eintritt für eine Erwachsene Person waren 22 Dollar. Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob es sich für mich gelohnt hat. Wir standen ca. 1 Stunde in der Schlange bis wir endlich oben waren. Dafür war die Aussicht natürlich unbeschreiblich. Man steht auf dem höchsten Gebäude in New York. Aber nach 10 Minuten hatten wir dann genug die Aussicht betrachtet, da unser Trip weiter gehen musste.
Zum Mittag gab es dann in einer Pizzeria leckere Pizza. Schade dass die Turtles nicht da waren. ;)
Jetzt hatten wir die größte Strecke noch vor uns. Wir wollten zur Freiheitsstatue. Um da ganze „feeling“ von New York mitzubekommen sind wir natürlich wieder zu Fuß gewandert. Die Strecke von Central Park bis zur Freiheitsstatue sind Übrigends ca. 8 Km.
Als wir endlich am Südufer ankamen mussten wir mal wieder Tickets kaufen für die Überfahrt. Ca. 13 Dollar für eine Erwachsene Person. Möchte man die Freiheitsstatue betreten muss man mit einem Aufpreis rechnen. Die Schiffe fahren eigentlich regelmäßig, so mussten wir vielleicht 20 – 30 min warten bis es dann endlich los ging. Angekommen auf der Insel sind wir schnell zur großen Lady und haben ein paar Bilder geschossen und sind dann auch schon wieder zurück.
Wir hatten es mittlerweile 18 Uhr und unser Bus sollte um 19 Uhr fahren, also keine Zeit irgendwas zu genießen. Nun mussten wir doch auf öffentliche Verkehrsmittel umstiegen. Wir haben eine Bahnstation gefunden bei der Baustelle wo früher einmal die World Trade Center standen. Leider sind deren Bahnstationen nicht so gut ausgeschildert wie in Deutschland und wir standen planlos herum. Zum Glück hat das eine nette Dame gesehen und uns erklärt dass wir hier falsch waren. Also mussten wir wieder ein paar Blocks weiter bis wir endlich die richtige Bahnstation gefunden haben. Am Busbahnhof angekommen haben wir leider unseren Bus um 1 Min nute verpasst. Man glaubt es nicht, aber die Busse dort fahren echt Pünktlich. Also hatten wir nochmal 1 Stunde Zeit bis zum nächsten Bus. Diese Zeit haben wir genutzt um noch kleine Souvenirs für unsere Freunde zu besorgen. Als wir dann endlich wieder in Lansdale waren, waren wir froh kein Meter mehr gehen zu müssen.
Im Großen und Ganzen war der Urlaub ein riesen Erfolg. Ich habe in der kurzen Zeit so viel gesehen und erlebt, das hätte ich vorher nicht erwartet. Ich war innerhalb einer Woche im Pazifischen und Atlantischen Ozean schwimmen, ich war in 4 amerikanischen Bundesstaaten, habe viele interessante Sehenswürdigkeiten gesehen und ich habe das normale Leben und den Alltag der Amerikaner kennengelernt. Könnte noch viel mehr berichten, aber muss auch mal ein Ende geben.
Ich würde so einen Trip nochmal machen und jeden empfehlen, aber nach 2 Wochen war ich echt froh wieder zu Hause zu sein. Hätte nie gedacht das mir mal Brot oder Salat fehlen könnte.

Poke me. =D


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