Autor: Gast
Dabei seit: 2010-08-16
Beiträge: 120
Rang: Astonaut
Eingetragen am: 2011-11-22
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Fantastische Landschaften in Peru
Wir haben eine 2-wöchige Rundreise durch Peru vom 25. Oktober bis 6. November gemacht. Es war eine wunderbare interessante Reise, nur die Reisegesellschaft (Miller) kann ich nicht weiterempfehlen. Ankunft war in Lima am Abend nach fast 13stündigem Flug mit KLM. Das war schons ehr anstrengend. Deshalb waren wir auch froh nicht gleich eine Stadtführung machen zu müssen, sondern ausgeruht am nächsten Morgen damit zu beginnen. Lima hat uns sehr gut gefallen, war aber nicht das Highlight unserer Reise. Ich fand auch einen Tag eigentlich zu kurz um die Stadt kennenzulernen. Chaotisch wurde es am nächsten Tag, als wir fast zu spät zum Flughafen kamen um nach Arequipa zu fliegen (1000 km weiter südlich). Das Boarding hatte schon begonnen als wir noch mit Koffern einchecken mussten. Die Reisegesellschaft hat sich dabei um nichts gekümmert. Ich finde dafür braucht man sie eigentlich. Der Flug mit Blick auf die Anden und vor der Landung auf den Vulkan Misti (über 5000 m hoch) war fantastisch. In Arequipa sollte man sich unbedingt die Mumie der Juanita ansehen und den Markt besuchen (beides bot die Reisegesellschaft nicht an, stattdessen das Kloster St. Catalina, aber Klöster kann man auch in Europa besuchen). Die Stadt ist sehr lebendig und hat ein ausgezeichnetes Klima. Sie liegt noch nicht so hoch (2.500 m) und hat einen sehr schönen Hauptplatz (Plaza de Armas). Dort aßen wir auch zu Abend, was sehr romantisch war. Leider mussten wir am nächsten Morgen schon früh um 5.00 Uhr los um mit dem Bus zum Colca Canyon zu fahren. Wir sind nicht wie geplant erst nach Chivay gefahren, sondern direkt zum Canyon wo wir erst um 10:00 Uhr ankamen. Wir haben noch zwei Kondore gesehen, was trotz der Übelkeit die mich ab da begleitete, fantastisch war. Wir hatten also in kurzer Zeit einen fast 5000 m hohen Pass überquert und waren nun in Chivay (3.650 m hoch). Ich konnte nichts Essen und verbrachte den Rest des Tages nur auf dem Zimmer, bekam auch mehrmals Sauerstoff. So sah ich von diesem Ort leider nichts. Abends habe ich mich aber ins Hotel-Restaurant geschleppt, weil dort eine tänzerische Darbietung war. Die fand ich ganz toll. Am nächsten Tag ging es über Sillustani und Juliaca nach Puno an den Titicacasee. Die Fahrt durch diese karge Landschaft war sehr schön. Wir sahen Lamas, Alpakas und Vicunas und Viscachas (Wüstenmäuse). Wir überquerten den La Raya Pass und selbst dort oben (4860 m) verkauften einzelne Frauen handgemachte Teppiche, Tischdekcen usw. Es war irgendwie unwirklich. Die lebendigste und chaotischste Stadt die ich in Peru gesehen habe war Juliaca. Ein Feuerwerk an Farben, chaotischer Verkehr, Menschen, Tiere, zweirädrige Taxis, Busse und Autos alles durcheinander. Straßen teilweise unbefestigt, nicht asphaltiert, nur Schotter. Am Abend erreichten wir den Titcacasee (3800 m). Das Hotel lag direkt am See und wir gingen natürlich noch ans Ufer, wackelig über Schilf. Ein erhebendes Gefühl diesen höchstgelegenen schiffbaren See der Erde zu sehen. Unser Zimmer war auch mit Blick auf den See. Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem kleinen Boot zu den Inseln der Urus und nach Taquile, der Insel der strickenden Männer. Auf Taquile gabe es Mittagessen, dass ich nun das erste Mal wieder genießen konnte, da es mir von da an täglich besser ging. Die Schilfinseln der Urus sind sehr sehenswert. Der Titicacasee hat mich sehr beeindruckt. Das Hotel sehr gut. Wir aßen auch dort zu Abend. Es gab ein Gewitter mit Eisregen und Schnee, der liegen blieb bis zum nächsten Morgen. Wir reisten ab mit dem Bus nach Cusco. Auf der Fahrt sahen wir die sixtinische Kapelle der Anden in Andahuillas und die Ruinen von Raquchi, die einen annehmen lassen, man sei in Indien. Die Landschaft verändet sich nun zusehendes. Es wird grüner, wärmer, tropischer. Auch Cusco ist eine sehr lebendige STadt. Unser Hotel war sehr zentral gelegen, so dass wir auch abends auf dem Plaza de Armas Essen gehen konnten und einen sehr schönen Blick auf diesen beleuchteten Platz hatten. In Cusco selbst gibt es sehr viel zu sehen. Die 2 Tage, die wir dort hatten waren wieder viel zu kurz. Ein Besuch der Markthallen ist zu empfehlen. Verschiedene Ruinen außerhalb. bzw. oberhalb der Stadt. Von dort ging die Fahrt weiter erst mit dem Bus über Pisac mit einem schönen kleinen Markt nach Ollantaytambo mit imposanten alten Stadtanlagen. Von Ollantaytambo aus fuhren wir mit dem Zug nach Aguas Calientes, der Ausgangsort für das Highlight der Reise Macchu Pichu. Die Anzahl der Touristen hielt sich in Grenzen, da das Gelände sehr groß und weitläufig ist. Wir hatten erst eine Führung durch die Anlage und konnten anschließend noch zwei Stunden alleine dort verbringen. Die Zeit braucht man auch um alles auf sich wirken zu lassen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis. Am Nachmittag ging es mit dem Zug zurück bis Cusco. Den nächsten Vormittag hatten wir noch zur freien Verfügung und flogen dann über Lima zurück nach Hause. Eine sehr ereignisreiche anstrengende Reise. Man kann sie sicherlich auch auf eigene Faust machen und sollte dann etwas mehr Zeit einplanen. Man hat einfach zu viele Eindrücke in zu kurzer Zeit. Ein wunderbares Land.


Reiseberichte
Ägypten (11)



